Die ersten Tage in Canada

Dieser Text wurde geschrieben auf der Terrasse eines Airbnb-Appartments in Burnaby in der Nähe von Vancouver.

Tatsache, wir sind jetzt wirklich in Kanada. Der Flug war lang und nicht ohne Komplikationen. (An dieser Stelle nur so viel: Versucht am besten nicht, ohne Rückflugticket nach Kanada einreisen zu wollen, alles andere bedeutet Stress.) Andererseits flogen wir quasi komplett über Grönland und das ewige Eis am Nordpol und ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas schöneres noch nie gesehen habe.

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Die Einreise nach Kanada war wider Erwarten total problemlos, der Grenzbeamte hatte wohl einen guten Tag erwischt und ließ uns fast ohne detaillierte Fragen, und vor allem ohne Visumseinschränkung ins Land. Nun dürfen wir 6 Monate als Touristen im Land bleiben, was gut ist.

Pünktlich mit unserer Landung kam auch der Sommer nach Vancouver, was auch gut ist. Seitdem wir hier sind, hat es noch nicht geregnet und ich glaube, ich habe noch nicht mal eine Wolke gesehen. Vielleicht gibt es gar keine Wolken in Vancouver?

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Dafür haben wir schon andere Sachen gesehen: Krebse zum Beispiel, amerikanische Riesenkiefern, einen Kolibri und einen echten freilebenden Waschbären.

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Bisher scheint es mir, als würde sich das öffentliche Leben hier in British Columbia nicht allzu sehr von dem in den USA unterscheiden. Alkohol ist unfassbar teuer und es ist strikt verboten und verpönt, diesen in der Öffentlichkeit, also auch in Parks oder am Strand, zu trinken. Zigaretten sind ebenso unfassbar teuer und kaum jemand raucht. Die Autos sind riesig, die Lebensmittelpackungen im Supermarkt auch. Aber wer kennt es nicht, dieses plötzliche Verlangen nach einer 1 kg Packung Margarine? Hier in Kanada kann man diesem Verlangen nachgeben. Ist das nicht großartig? Außerdem scheint Vancouver ein wildes Land zu sein, denn gefühlt jeder Zweite fährt einen riesigen Monsterpickup, wahrscheinlich größer als das durchschnittliche WG-Zimmer in dieser teuren Stadt.

Mittlerweile haben wir auch herausgefunden, dass die Preise, die irgendwo angegeben sind, nicht die tatsächlichen Preise sind, weil meistens noch irgendeine komische Steuer hinzukommt.

Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. So hilfsbereit, dass man keine 10 Sekunden irgendwo rumstehen kann, ohne dass einen jemand fragt, ob man etwas suchen würde. Kein Wunder, dass hier fast jeder junge Mensch ein Smartphone hat, in das er unentwegt starrt, denn nur so gelingt es einem wohl, ein paar Minuten unbemerkt in einer Ecke zu stehen.
Dafür findet sich aber ständig jemand, der einen an der Supermarktkasse vorlässt und jede noch so blöde Frage wird gewissenhaft beantwortet. So viel Freundlichkeit ist für Norddeutsche wie mich manchmal schwer zu ertragen, aber eigentlich ganz ok.

Außerdem gibt es hier erfreulich viele richtig gute Kaffeeläden und kleine Röstereien. Auch Craftbier ist voll im Trend und wird in nahezu jedem Laden ausgeschenkt. Und es gibt Foodtrucks, viele Foodtrucks. Man kann in Vancouver also richtig viel Geld für tolle Sachen ausgeben.

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